Bedeuten neue Berechnungsmethoden zum Lärmschutz das Aus für Dedensens neues Baugebiet? 

CDU-Landtagskandidat Gerold Papsch und CDU-Bundestagsabgeordneter Tilman Kuban treffen sich mit CDU-Politikern zum Ortstermin und fordern Prüfung mehrerer Optionen

Steht das geplante Baugebiet im Westen Dedensen vor dem Aus? Wenn es nach dem Ergebnis eines von der städtischen Grundstücksentwicklungsgesellschaft GES beauftragten Dekra-Gutachtens zum Schallschutz geht, heißt die Antwort: Ja! Denn insbesondere die nächtlichen Geräuschemissionen der Windkraftanlagen unweit des vorgesehenen Baugebietes überschreiten demnach die zulässigen Lärmwerte. „Dieses wäre für die Entwicklung Dedensens in dem Bereich das Ende und würde damit auch der Entwicklung der gesamten Stadt Seelze schaden“, sagt CDU-Landtagskandidat Gerold Papsch. Zusammen mit CDU-Bundestagsabgeordneten Tilman Kuban sowie Rene Corterier von der CDU-Stadtratsfraktion, der Regionsabgeordneten Petra Cordes und Jan Hannemann, CDU-Ortsratsmitglied Dedensen, hat sich Papsch vor Ort ein Bild von der Situation rund um den bereits bestehenden Windpark an der Grenze zu Holtensen verschafft.  

Zum Hintergrund: Laut Informationsvorlage der Stadt für den Ortsrat Dedensen ist für die Genehmigung eine im Jahr 2019 neu eingeführte Berechnungsvorschrift mit neuen Rechenmethoden für Windkraftanlagen in Niedersachsen maßgeblich. Dadurch ergeben sich rund drei Dezibel höhere Emissionen im Vergleich zu den Berechnungsmethoden aus den Jahren 2012 und 2015/2016, die bis dato eine unproblematische Lärmbelastung für die mögliche Wohnbebauung ergaben. Zu diesen drei Dezibel kommt noch ein Sicherheitszuschlag von mindestens 1,3 Dezibel hinzu.  Im vorgesehenen Baugebiet würden auf dieser Basis laut Dekra-Gutachten vor allem nachts Geräuschemissionen von teilweise bis zu 50 Dezibel vorherrschen – 40 Dezibel sind aber nur erlaubt, so die Vorgaben der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm, kurz TA Lärm genannt.

„Wir müssen alle Optionen prüfen, auch mögliche Gesetzesänderungen auf Bundesebene“, so Tilman Kuban. „Es braucht in unserer Region Windkraftanlagen und neuen Wohnraum für Familien. Dafür brauchen wir Lösungen statt Ablehnungen“, macht Kuban deutlich. „Die Windräder stehen schon lange vor Ort und auch das Baugebiet ist schon lange geplant. Es braucht eine Lösung für beides.
Auch Rene Corterier ist enttäuscht: „Insbesondere wird für junge Familien adäquater Wohnraum benötigt. Mit der guten Verkehrsanbindung ist Dedensen sehr attraktiv zum Wohnen“, sagt er. 

Und Petra Cordes ergänzt: „
Die Region Hannover ist als Wohnstandort extrem beliebt, Fläche nicht unendlich verfügbar. Der Wohnungsbau drängt in den Außenbereich. Da sind Interessenkonflikte, unter anderem mit dem Windkraftausbau nicht verwunderlich. Es ist Aufgabe der Politik, hier vernünftige Lösungen zu finden, um Menschen und Natur nicht über Gebühr zu belasten. 

 

150 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Telekom AG, Höhe des Betriebsgeschosses: 75 Meter, Baujahr: 1968, auch als Fernmeldeturm Deisterkamm bezeichnet

Barsinghausen

Die Stadt Barsinghausen ist mit seinen etwa 35.000 Einwohnern die größte der drei Städte meines Wahlkreises. Mit dem Deister im Rücken bietet Barsinghausen neben wunderbarer Natur vieles mehr. Neben dem bekannten Kekswerk der Firma Bahlsen machen viele mittelständische Unternehmen Barsinghausen auch wirtschaftlich konkurrenzfähig. Sport und Kultur kommen bei all dem nicht zu kurz. Barsinghausen ist für mich stets einen Besuch wert – ob auf ein Eis in die Fußgängerzone oder zur Wanderung auf den Nordmannsturm.

Fakten

Einwohnerzahl: ca. 35.000 Einwohner

Bürgermeister: Henning Schünhof (SPD)

Sehenswürdigkeiten: Deister, Besucherbergwerk Klosterstollen,u.v.m.

Themen vor Ort

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